Basel: GGG Stadtbibliothek Basel

Interview mit: Anja Brunella

Ihre Bibliothek ind Worten und Fakten
Die Kornhausbibliotheken: Als Stadt- und Regionalbibliothek spannen die Kornhausbibliotheken ihr Netz über die ganze Region Bern Mittelland. Zum Bibliotheksverbund gehören neben dem Kornhaus 8 Quartierbibliotheken, eine davon mit Ludothek, 9 Gemeindebibliotheken, eine davon mit Ludothek, 1 Spitalbibliothek, 2 Spiel- und Lesepavillons, 16 Parkbibliotheken und eine Bibliothek im Berner GenerationenHaus.

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Felix Hüppi Porträt

Welche Aktivitäten bietet Ihre Bibliothek an?
Die Kornhausbibliotheken bieten verschiedenste Angebote für die Grundbildung, fürs lebenslange Lernen und für die Unterhaltung an. Dazu gehören natürlich die Medien in allen Formen, ob analog oder digital. Genauso wichtig sind gut gelegene Räume, in denen man sich aufhalten kann, arbeiten und sich austauschen. Standard ist WLAN in allen Bibliotheken, in den grösseren auch verschiedene Arbeitsplätze und eine IT-Infrastruktur. Ebenfalls gibt es eine breite Palette an Veranstaltungen für alle Altersgruppen. Von Fingerversen für die Kleinsten bis zu Lesekreisen und Erzählcafes mit der älteren Generation. Daneben bieten die Mitarbeitenden Rat zu allen Themen und manchmal auf Tat in Form von Workshops oder Schulungen.

Haben Sie etwas Besonderes?
Wir haben in unserem Verbund zwei Ludotheken, in denen man neben den üblichen Spielen auch Fahrzeuge oder Trampolins ausleihen kann. Wir arbeiten besonders intensiv mit Berufsschulen zusammen, was dazu geführt hat, dass alle Personen unter 25 unsere Bibliotheken kostenfrei nutzen können.

Welche Rolle haben Ihrer Meinung nach Computer- und Konsolenspiele in der heutigen Kindheit?
Diese gehören zum Aufwachsen dazu wie Brettspiele oder anderes. Der Umgang damit muss gelernt werden genau wie der Umgang mit einem Trampolin gelernt werden muss. Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich eine Gruppe Jugendliche zusammen am gamen sehe und ihre Freude spüre und darüber staune, wie kreativ sie die Grenzen der Spiele ausloten und wie fair sie miteinander umgehen.

Welche gängigen Probleme haben aus Ihrer Sicht Eltern und Pädagogen bei Computerspielen und Konsolenspielen?
Oft kennen diese Gruppen die Spiele zu wenig. Es gibt immer noch sehr viele Vorurteile gegenüber diesen Spielen. Wenn man aber eigene Erfahrungen damit gemacht hat, kann man viel besser einschätzen, wie viel Positives diese Spiele auch haben. Und natürlich gilt hier wie überall: Altersvorgaben sind wichtig und einzuhalten.

Welche Rolle haben Bibliotheken im Internetzeitalter?
Die Bibliotheken sind weiterhin Vermittler von Medien und Medienkompetenz. In der heutigen Zeit betrifft das viel stärker online Medien. Aber auch diese muss man kennenlernen und den Umgang damit üben. Dabei helfen wir den Kindern beim sich Herantasten und einer älteren Generation beim sich zurechtfinden. Die Bibliotheken helfen auch, eine digitale Spaltung zu verhindern, wenn sie Infrastruktur und Know-how zur Verfügung stellen rund ums Digitale.

Welche Intention verfolgen Sie und Ihre Bibliothek als Partner beim TOMMI?
Gamen ist Bildung und Kultur. Diese Botschaft wollen wir gerne vermitteln. Mit einem Partner wie TOMMI haben wir dazu die Organisation im Rücken, die uns hilft, diese Botschaft an Kinder und Eltern zu bringen.

Ihre persönliche Vision von Kind und Computer?
Ich wünsche mir einen unaufgeregten und adäquaten Umgang der Kinder mit elektronischen Geräten. Solange bei uns Erwachsenen das Smartphone sozusagen angewachsen ist, wirkt es scheinheilig, den Kindern elektronische Geräte extrem zu beschränken.


Bibliothek Bern

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