Die Nominierungen 2004

Fritz und Fertig 2 (Terzio)
Der erste Teil des Schach-Lernspiels für Kinder hatte vor zwei Jahren überraschend den ersten TOMMI in Gold gewonnen. Der zweite Teil baut darauf auf und will Kindern helfen, taktisches und strategisches Denken im Schachspiel zu entwickeln. Ein hoher Anspruch, der genialisch-locker umgesetzt wird.

Albert und der verschwundene Tempel (Modern Games)
Auch "Albert" ist bereits der dritte Teil einer erfolgreichen Serie von Adventure-Spielen, die für Kinder ab 8 Jahren gedacht sind. Grafisch ansprechend und klar strukturiert führt die Abenteuerhandlung durch Petrus Regenwald - wobei man ganz nebenbei einiges lernt.

Crazy Machines (PepperGames)
Der zweite Teil einer kleinen Serie, in der virtuell gebastelt wird, was das Zeug hält. Das Spiel besteht aus einer Abfolge immer schwieriger werdender Bastel- und Knobelaufgaben, die wirklich Spaß machen. Ein gut dosierbarer Spielspaß, mit dem man sich wenige Minuten zwischendurch oder auch viele Stunden am Stück vergnügen kann, ohne dabei zu verdummen. Wenn die Dampfmaschine dann glücklich den Spieß dreht und die Kerze darunter das Würstchen grillt, hat man wirklich was geschafft.

Englisch lernen mit Ritter Rost: The Rusty King (Terzio)
Ritter Rost gehört zu den beliebtesten Edutainment-Titeln im Bereich Fremdsprachen für Kinder. Sehr humorig, locker und leicht vermittelt der Ritter Grundbegriffe des Englischen für Kinder im Grundschulalter. Kein Zufall, dass ein früherer Teil auch 2002 schon zu den Nominierungen gehörte.

Sims 2 (Electronic Arts)
Der Nachfolger des erfolgreichsten Spieles aller Zeiten ist keine reine Kinder-Software - aber er ist es auch. Bemerkenswert ist dabei nicht nur die Parallelwelt, mit der der Spieler auf vielerlei Weise interagieren kann, sondern auch die Tatsache, dass die Sims mehr als jedes andere Spiel auch die Zielgruppe der Mädchen erreicht. Kein Wunder: Die Simulation lebt von sozialer Interaktion, nicht von dumpfer Action.

Mama Muh und die Krähe (Oetinger Interaktiv)
Der Verlag Oetinger ist bisher mehr für seine schönen und anspruchsvollen Bilder- und Kinderbücher bekannt, und das macht sich in diesem Spiel auch bemerkbar. In zwölf Spielchen für Kinder ab 4 Jahren gibt es viel zu machen, lachen und entdecken. Ungewöhnlich: Dabei muss man nicht allein vor dem Rechner bleiben, sondern kann auch mit anderen spielen - denn Mama Muh verfügt auch über einen Multiplayer-Modus.

Grundschule 2. Klasse mit Disneys Das Dschungelbuch (Disney Interactive)
"Balu und Mogli brauchen Deine Hilfe" heißt es in der Spielbeschreibung - und damit ist (fast) alles klar. Der Spieler von 6-8 Jahren soll an der Seite seiner vertrauten Freunde aus dem Disney-Universum ein Abenteuer bestehen - und dabei gibt es kräftig zu rechnen, zu lesen und Fragen zu beantworten. Man sieht: Nicht alles, was unter dem stets Merchandising-verdächtigen Disney-Label daherkommt, ist Fastfood.

Löwenzahn 8 (Terzio)
Anhand der langen Ahnenreihe der Löwenzahn-Spiele ließe sich die Entwicklung von Edutainment-Spielen dokumentieren. Am Grundkonzept hat Terzio in den Jahren wenig geändert - warum auch? Löwenzahn ist Peter Lustig und ganz nah dran am Konzept der TV-Serie. Die Kinder ab 6 Jahren haben ihren Spaß und lernen was.

Trackmania (Koch Media)
Der dritte reine Fun-Titel in der Auswahl. Trackmania ist zunächst einmal ein Rennspiel: schnell, dynamisch, witzig und verrückt. In welchem Maße, hängt allerdings vom Spieler selbst ab - denn anders als bei anderen Rennspielen führt dieser nicht nur stupide im Kreis, sondern muss sich seine Rennstrecke erst einmal selbst bauen. Die Kombination aus kreativer und "sportlicher" Leistung ist so spaßig wie fesselnd. Richtig interaktiv wird es, wenn sich bis zu zehn Spieler über das Web treffen und heiße Rennen ausfahren.

Genius - Unternehmen Physik (Cornelsen)
Oh, oh: ein Schulbuchverlag bringt eine Physik-Lernsoftware - das klingt bedrohlich! Doch keine Angst, der Edutainment-Titel "versteckt" seine Lerninhalte ganz phantastisch, bettet sie als Aufgaben in eine grafisch schön gestaltete Simulation ein, die Spieler und Fans von "Siedler", "SimCity" und Co. ansprechen wird. So kann und muss Lernsoftware wohl aussehen, damit sich der Nachwuchs wirklich freiwillig damit beschäftigt.





